"Eine
Feier ist für den Samstag nicht geplant", sagt ProBasket Manager
Harald Prinz. "Der Schuss könnte schnell nach hinten gehen,
von daher wäre es vermessen jetzt eine große Partie zu planen".
Eine Saisonabschlusspartie ist jedoch nach dem letzten Heimspiel gegen
Oldenburg in Planung.
Prinz
ist über die aktuelle Situation hoch erfreut. Aufgrund des (beinahe)
vereitelten Abstiegs kann der 38-jährige bereits mit den Sponsoren-
und Personalverhandlungen für die kommende Saison beginnen. Prinz
möchte bei den letzten 3 Heimspielen potenzielle Unterstützer
des Tübinger Basketballs in die TüArena einladen. "Es geht
mir um eine emotionale Heranführung an die WALTER Tigers."
Im
Hinblick auf den Kader, mit dem die kommende Saison bestritten werden
soll, zeichnet sich eine Richtung ab, die eingeschlagen werden soll: "Pat
Elzie und ich würden gerne einen Großteil der Mannschaft halten".
Prinz ist davon überzeugt, dass das aktuelle Tigers-Team noch einiges
bewegen könnte. "Uns fehlt noch ein guter 3er und wir hätten
Playoff-Potenzial". Verhandeln möchte Prinz aber auch erst,
wenn auch die finanzielle Lage der Tigers absehbar ist. So werden wohl
vor allem die Verhandlungen mit Kevin Burleson und Brian Jones zu Geduldsspielchen.
"Wir haben schon ein paar Spieler im Kopf, die wir unbedingt halten
möchten. Wichtig ist jetzt, dass wir die Starting 5 besetzen, dann
sehen wir weiter."
Einen
ersten erfolgreichen Schritt hat Prinz schon gemacht. So haben die Tigers
die mündliche Zusage von Andreas Hornig und dessen Agent. "Es
ist seit gestern per Handschlag besiegelt", freut sich Prinz über
die Weiterverpflichtung des 2,13 Meter großen Publikumslieblings.

Am
Samstag (20.00 Uhr) TüArena empfangen die Tigers das Team von TSK
Würzburg. In Würzburg dürften im Falle einer Niederlage
endgültig die BBL-Lichter ausgehen. Deshalb erwartet Tigers-Coach
Pat Elzie am Samstag auch keinen Spaziergang. "Würzburg hat
viele Spiele ganz knapp verloren und es ist am Samstag wohl ihre letzte
Chance. Wir sind aber personell besser besetzt. Mit unseren Zuschauern
im Rücken sollte es klappen". Auch Harald Prinz denkt an die
Tübinger Fans: "Es wäre schön, wenn wir unserem Heimpublikum
etwas zeigen könnten. Die haben in dieser Saison ganz schön
gelitten".
Würzburg
hat von den bisherigen 25 BBL-Spielen in dieser Saison erst fünf
gewinnen können. Gerade in fremden Hallen haben die Franken gerne
Geschenke verteilt und sind ohne Punkte wieder heimgefahren. Einzig aus
Leverkusen und Schwelm nahmen sie die Punkte mit nach Hause. Dennoch ist
Coach Aaron McCarthy Zweckoptimist: "Wir fahren nach Tübingen,
um dort zu gewinnen". Am vergangenen Spieltag kassierten die X-Rays
eine deftige Klatsche. Vor heimischem Publikum und den Premiere-Kameras
setzte es eine 68:105-Niederlage gegen ALBA Berlin. Vor allem Leistungsträger
Jeremy Veal enttschäuschte und setzte 13 seiner insgesamt 17 Wurfversuche
daneben. Dennoch sollte die Tigers-Defense den Würzburger Topscorer
(19,6 Punkte pro Spiel) im Auge behalten. Offensiv setzen in Würzburg
auch Eddie Mayfield (14,5) und Singaras Tribe (10,4) Akzente.

Die
Tigers müssen weiterhin auf Jimmy James verzichten, der nach wie
vor mit Knieproblemen zu kämpfen hat. "Das ist unheimlich schade
für ihn. Jetzt könnte er Spielzeit bekommen". Brian Jones,
der sich am vergangenen Donnerstag am Sprunggelenk verletzte wird am Samstag
definitiv auflaufen. |